1884 wurde in der Kirche ein Kreuzweg mit 14. Stationen - 14 Stationen des Leisdensweges Jesu - errichtet. Gemälde in nachbarock-nazarenischer Manier mit streng architektonisierten neugotischen Rahmen. Vermutlich stammen die Bilder noch aus der alten Kirche, die dann neu gefaßt wurden. Aller Erfahrung nach wären die Kreuzwegbilder 1884 für die Kirche größer ausgefallen.

Kreuzweg-Station-01
Kreuzweg-Station-02
Kreuzweg-Station-03
Kreuzweg-Station-04
Kreuzweg-Station-05
Kreuzweg-Station-06
Kreuzweg-Station-07
Kreuzweg-Station-08
Kreuzweg-Station-09
Kreuzweg-Station-10
Kreuzweg-Station-11
Kreuzweg-Station-12
Kreuzweg-Station-13
Kreuzweg-Station-14

Die Kreuzweg-Stationen sind:
1. Station: Jesus wird zum Tode verurteilt
2. Station: Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern
3. Station: Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz
4. Station: Jesus begegnet seiner Mutter
5. Station: Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen
6. Station: Veronika reicht Jesus das Schweißtuch
7. Station: Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz
8. Station: Jesus begegnet den weinenden Frauen
9. Station: Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz
10. Station: Jesus wird seiner Kleider beraubt
11. Station: Jesus wird an das Kreuz genagelt
12. Station: Jesus stirbt am Kreuz
13. Station: Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt
14. Station: Der heilige Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt.

Im Jahre 1872 begannen die Planungen für einen Kirchenneubau. Dieser war erforderlich, weil die alte Kirche feucht und räumlich beschränkt war. Zu dieser Zeit besaß die kirchliche Stiftung sehr viel Vermögen und konnte die gesamten Kosten für den Neubau aus eigenen Mitteln aufbringen.

Am 25. Juni 1875 erfolgte die Grundsteinlegung mit Baumeister Karl Stapfer aus Rottenburg (Laaber). Bereits 2 1/2 Jahre später erfolgte die Benediktion des neuen Kirchengebäudes mit drei neuen Altären, Kanzel und Einrichtung. Angefertigt wurden diese vom Bildhauer und Fassmaler Michael Mayer (*21.09.1836 - †23.02.1911) und Altarbauer Paul Weiß (*1820 - †1896). Beide aus Landshut. Der Hauptaltar ist dem Kirchenpatron St. Johannes der Täufer geweiht, der Altar auf der Evangelistenseite dem Hl. Sebastian und der auf der Epistelseite dem Hl. Florian.

Am 12. Mai 1879 erfolgte die Heilige Weihe (Konsekration) durch den damaligen Bischof von Regensburg S.E. Ignatius von Senestrey (*13.07.1818 - †16.08.1906). Pfarrer Alois Guggenberger aus der Pfarrei Rudelzhausen betreute die Kirche und Peter Felsl war Kirchenpfleger zu dieser Zeit.

Erstmalig erwähnt wurde die Filialkirchenstiftung Haslach in Visitationsprotokollen aus dem Jahr 1590. Jedoch geht aus früheren Protokollen (1559) hervor, dass die Pfarrei Rudelzhausen insgesamt sieben "Zuekirchen" besessen habe, zu denen sicher die Kirche Haslach zu zählen war. Von einem Friedhof ist erstmalig im Jahr 1600 die Sprache.

Nach dem 30 jährigen Krieg (1618-1648) soll die Kirche erweitert und verlängert worden sein und im Jahre 1665 werden 2 Kirchenpatrone - Johannes der Täufer und Johannes Evangelist - genannt. Zu dieser Zeit besaß die Kirche wohl 3 Altäre. Der Hauptaltar war den beiden Kirchenpatronen geweiht, ein Nebenaltar der Hl. Maria und der andere der Hl. Ursula und der Hl. Katharina.

Im Jahre 1872 erfolgte dann ein Neubau der Kirche.

 

Zu Ehren der im 1. Weltkrieg von 1914 bis 1918 gefallenen Helden der Filiale Haslach befindet sich in der Kirche nähe des Eingangs eine Gedenktafel. Errichtet wurde diese von Alois Lehner Wolnzach.

Wir Gedenken unseren gefallenen Brüdern

Heinrich Langwieser

geboren am 04.07.1887

gefallen am 25.08.1914 in Frankreich

Alois Langwieser

geboren am 19.05.1884

gefallen am 26.08.1914 in Luneville

Josef Felsl

geboren am 17.06.1893

gefallen am 26.08.1914 in Frankreich

Johann Eichner

geboren am 17.05.1890

gefallen am 12.03.1915 in Neuchapelle

Josef Brunner

geboren am 02.10.1894

gefallen am 31.03.1916 in Villy Montigny

Sebastian Felsl

geboren am 06.03.1893

gefallen am 05.05.1916 in den Vogesen

 

ruht auf der Kriegsgräberstätte in Bertrimoutier

Jakob Kollmannsberger

geboren am 14.09.1888

gefallen am 13.09.1918 in Frankreich

Johann Kollmannsberger

geboren am 21.07.1893

gefallen am 02.12.1916 in Rumänien

 

Eine Gedenktafel zu Ehren der gefallenen Söhne im 1. und 2. Weltkrieg befindet sich an der Nordseite des Kirchengebäudes.

Die frühere eigenständige Gemeinde Haslach gedenkt den gefallenen Söhnen im 1. Weltkrieg (1914-1918)

Josef Brunner *02.10.1894 - 31.03.1916
Johann Eichner *17.05.1890 - 12.03.1915
Josef Felsl *17.06.1893 - 26.08.1914
Sebastian Felsl *06.03.1893 - 05.05.1916
Jakob Kollmannsberger *14.09.1888 - 13.09.1918
Johann Kollmannsberger *21.07.1883 - 02.12.1916
Alois Langwieser *19.05.1884 - 26.08.1914
Heinrich Langwieser *04.07.1887 - 25.08.1914

und den gefallenen Söhnen im 2. Weltkrieg (1939-1945)

Martin Felsl *01.04.1922 - 06.10.1944
Klement Forster *22.12.1919 - 31.05.1943
Johann Hofstetter *14.05.1920 - 25.08.1941
Simon Hofstetter *30.07.1911 - 19.06.1942
Michael Langwieser *18.08.1909 - 10.12.1944
Erwin Peter *12.03.1918 - 02.07.1941
Wenzel Roth *14.12.1907 - 05.02.1945
Joachim Schwaiger *16.11.1922 - 14.10.1942
Johann Wadenstorfer *31.12.1910 - 01.08.1944