Musterputzflächen zur Prüfung geeigneter Sanierungsmaterialien
Ziel: Mit Musterputzflächen soll vorab die Eignung geeigneter Sanierungsmaterialien geprüft werden.
Maßnahme: An zwei Stellen in der Kirche wurde der alte Putz entfernt und durch sog. Opferputze ersetzt.
Eignungsprüfung auf
- Salzbeständigkeit
- Feuchteaufnahme, Feuchtebeständigkeit
- Haltbarkeit
Statischer Zustand des Gebäudes
Ziel: Klärung in wie weit tragende Elemente beschädigt sind und die Standsicherheit des Gebäudes gegeben ist
Maßnahme: Erstellung eines statischen Gutachtens durch Ing.-Büro Karl Neumayr
Ergebnis:
- Örtliche Aufnahme des Gebäudes mit allen sichtbaren Rissen und Gebäudeschäden.
- Kein vollumfassendes Bild, da Bauwerk zum Zeitpunkt nicht eingerüstet und z.T. Bauwerksteile wie Traufe nicht freigelegt waren.
- Sichtbare Mängel unter anderem:
Dachstuhl:
- Anschluß Zargen ohne Verbindungsmittel
- Zerrbalken am Anschlußpunkt angefault
- Z.T. Schädlingsbefall (austretendes Bohrmehl)
- Z.T. Erneuerung von Holznägeln und Kehlbalkenzapfen erforderlich
Mauerwerk:
- Verschiedene Risse im Bereich des Turmes
- Weitere Risse am Gebäude, alle Richtung Turm gerichtet
- Sonst keine Rissbildung ersichtlich
Standsicherheit des Gebäudes gegeben
Schwingungsverhalten des Geläutes ist zu überprüfen
Sanierung sollte noch dieses Jahr (2014) erfolgen
Zustand des Kirchengeläuts
Ziel: Klärung in wie weit Rissbildungen im Gebäude durch die Schwingungen des Geläuts beeinflusst werden und in wie weit weitere Gutachten notwendig sind.
Maßnahme: Erstuntersuchung des Schwingungsverhaltens des Kirchengeläuts durch den Glockensachverständigen Hr. Hackl der Diözese.
Ergebnis:
Kirchengeläut bestehend aus 3 Glocken gerichtet in Nord-Süd-Richtung
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Glocke |
Gewicht und Größe |
Schläge |
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1 (klein) |
ca. 300 kg D: 80,5 cm |
65,5 Schläge/Minute |
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2 (mittel) |
ca. 400 kg D: 88,0 cm |
64,5 Schläge/Minute |
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3 (groß) |
ca. 700 kg D: 106,0 cm |
58,0 Schläge/Minute |
- Lagerung der Glockenanlage gut
- Aufhängung und Auflagerung in Ordnung
- Schwingung der Glocken 1 und 2 zu ähnlich
- Glocken 1 und 2 verursachen erhebliche Turmschwankungen (gehen in Resonanz mit Turm)
Beauftragung eines Fachgutachters mit Frequenzanalyse und Justierung der Glocken
Ermittlung Maßnahmen zur Entkopplung Turm- und Glockenresonanzen
Maßnahmen Bauabschnitt 1: Graben und Sockel
Abbruch des umlaufenden Belüftungsgraben
- Mit Reinigen, des Ziegelmauerwerkes
- Austausch kaputter Ziegelsteine
- Ausmauern der Lüftungskanäle
- Verschlämmen der unterirdischen Flächen
Fundamentabdichtung mittels Lehmschlag
- Einbringung von Lehrrohren für Elektroanlage
- Errichtung Ringleitung für Blitzschutz
- Anbringen Lehmpackung (30-40cm)
- Abdeckung der Lehmpackung mit Humus/Kies
Sockelinstandsetzung
- Entfernung Sockelabschrägung
- Anbringung von Sockelformsteinen
- Austausch schadhafter Mauersteine im Sockel
- Entfernung loser Sockelfugen
- Verfugung Sockel
Außenanlagen herstellen
- Herstellung der Zuwegung zu Kirchentüren und Sakristei

Maßnahmen Bauabschnitt 2: Turm
Turm-Fassade
- Reinigen des Mauerwerkes und Austausch kaputter Ziegel
- Entfernung loser Fugen und Verfugung Mauerwerk
Gesimse, Friese
- Entfernung und Erneuerung schadhafter Gesimsbereiche
- Tünchen der Gesimse
Dachentwässerung
- Wasserabführung verbessern (Vermeidung Ablauf über Fassade)
- Prallbleche mit entsprechenden Blechüberständen anbringen
- Evtl. Kastenrinne (Klärung Denkmalschutz)
Turmhelm
- Statische Prüfung, insbesondere der Rückverankerung
- Turmentlüftung herstellen, Morsche Holzteile ersetzen
Schallläden
- Erneuerung erforderlich (insb. wegen Erfüllung von DIN Normen)
Turmuhr, Zifferblätter und Turmkreuz
- Entrosten, neulackieren, nachvergolden, ausbessern
- Standsicherheit Turmkreuz prüfen und ggf. verbessern
Taubenabwehr
- Erneuerung Gitter aus nichtrostendem Gewebe
